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Offenheit für individuelle Begabungen

KCR, 12/12: Vielfalt ist überall!


Begabung ist, das zu tun, wofür wir „brennen“

 

Geschieht dies nicht, bleiben Stärken und kreative Fähigkeiten unberücksichtigt und münden im schlimmsten Fall in einseitigen Lern- und Lebensverhältnissen. Die äußere Anpassung an gesellschaftliche Vorgaben bedingt das Unterdrücken von Begabungsstärken.  
Deshalb lohnt es sich „den eigenen Sinnen"  und damit sich und den eigenen Stärken auf die Spur zu kommen.
Damit verbindet sich die Suche nach den individuellen Begabungsstärken mit dem lebenslangen Lernen.


 

Begabungsförderung in Deutschland 2016:
 
Förderung zwischen Missverständnis und Partizipation

Erkennbar wird, wie das bundesdeutsche Bildungssystem nach wie vor in den pädagogischen Ausbildungsgängen beginnend vorrangig die Orientierung am „Defizit“ und an der „Behinderung“ lehrt. Das produziert in der pädagogischen Praxis tagtäglich Missverständnisse, weil die pädagoische Landschaft jenseits von Bayern und Sachsen zu wenig auf die Beobachtung, die Erkennung und die frühzeitige Förderung von Begabungsfaktoren/ Begabungsmerkmalen ausgerichtet ist. Leider gehört das Beobachten, das Erkennen und Verstehen von Begabungsstärken unter diesen Bedingungen  zu den pädagogischen „Mysterien."


 Begabte Kinder und Jugendliche sind keine „Lernautomaten“ 

Pädagogische Missverständnisse lassen sich ausräumen, wenn der Begriff „Leistung“ nicht länger mit dem Begriff „Begabung“ verwechselt würde, denn begabt zu sein bedeutet längst nicht Hochleistungen erbringen zu wollen/ oder zu können. Kinder und Jugendliche mit erkannter Hochbegabung erzeugen Unverständnis in der Schule, wenn sie trotz des hohen gemessenen IQ- Wertes keine Höchstleistungen zeigen - und/oder öfter sogar die Leistung verweigern. 

Das  Münchner Hochbegabungsmodell zeigt, welche komplexe Vielfalt an Kontexten, ausgehend von den „Begabungsfaktoren“ als individuelle Perönlichkeitsmerkmale des Kindes vielfältig auf den Lern- und Entwicklungsprozess wirken. hohe Leistungen zeigen sich, wenn alle Entwicklungsbereiche vernetzend positiv mit der ganzheitlichen Entwicklung des Kindes einhergehen. Demnach ist zu ergründen, welche Entwicklung in welcher Leistung mündet und nicht umgekehrt.


 Weiterführende Links  

-Das Münchner Hochbegabungsmodell als Entwicklungsmodell 
- Frau Dr. habil. Renate Eichhorn informiert umfassend zum Thema auf ihrer Website
 http://begabungspotenziale.de/hochbegabung/merkmale/
-Underachievement: Begabte machen auf sich aufmerksam
-Motive für fehlende Motivation
-Kreativität als Brücke zur Begabungsentfaltung

In meiner Familie und im Kreis meiner Jugendfreundinnen  flüsterte man, ich sei eine taube Nuss.“

Simone de Beauvoir: In den besten Jahren 1969, S. 309